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Stahlsorten: Vor- und Nachteile beim Biegen, Schweißen und Zerspanen

Stahlsorten: Vor- und Nachteile beim Biegen, Schweißen und Zerspanen

Stahl ist nicht gleich Stahl. Die Wahl der richtigen Stahlsorte ist entscheidend für erfolgreiche Fertigungsprozesse. Dieser Leitfaden behandelt die wichtigsten europäischen Stahlsorten nach EN-Normen.

!Stahlbiegevorgang

Kohlenstoffstähle

S235JR und S275JR

Baustähle mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Ausgezeichnete Schweißbarkeit und Umformbarkeit.

  • Zugfestigkeit: 360–510 MPa (S235JR), 410–560 MPa (S275JR)
  • Schweißbarkeit: Ausgezeichnet
  • Biegefähigkeit: Sehr gut

C45 und C60

Vergütungsstähle mit mittlerem Kohlenstoffgehalt für höhere Festigkeitsanforderungen.

  • Zugfestigkeit: 620–850 MPa
  • Schweißbarkeit: Eingeschränkt (Vorwärmung erforderlich)
  • Zerspanbarkeit: Gut

!Schweißprozess

Legierte Stähle

42CrMo4

Chrom-Molybdän-Stahl mit hoher Festigkeit und Zähigkeit.

  • Zugfestigkeit: 900–1100 MPa (vergütet)
  • Anwendungen: Wellen, Zahnräder, hochbelastete Bauteile

34CrNiMo6

Hochfester Vergütungsstahl für extreme Beanspruchungen.

  • Zugfestigkeit: 1000–1200 MPa
  • Anwendungen: Kurbelwellen, Pleuel, Großwellen

Nichtrostende Stähle

1.4301 (AISI 304)

Austenitischer Edelstahl für allgemeine Korrosionsbeständigkeit.

  • Schweißbarkeit: Gut (Nachbehandlung empfohlen)
  • Zerspanbarkeit: Mäßig (Neigung zum Kaltverfestigen)

1.4404 (AISI 316)

Molybdän-legierter Edelstahl mit verbesserter Korrosionsbeständigkeit.

!CNC-Zerspanung

Vergleichstabelle

Fazit

Die richtige Stahlauswahl optimiert Fertigungsprozesse und Bauteilleistung. Berücksichtigen Sie Schweißbarkeit, Umformbarkeit und Zerspanbarkeit bei der Materialauswahl.

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