Schweißkosten-Rechner
Zusatzwerkstoff, Lichtbogenzeit und Lohnkosten für Kehl- und Stumpfnähte — MAG, WIG, E-Hand, Fülldraht
Schweißkosten werden vom Lohn dominiert, nicht vom Material — typisch 70–85 % der Gesamtkosten. Die Rechenkette: Nahtquerschnitt → Schweißgutgewicht → Zusatzbedarf (geteilt durch die Ausbringung) → Lichtbogenzeit (geteilt durch die Abschmelzleistung) → Gesamtzeit (geteilt durch die Einschaltdauer, denn kein Schweißer brennt 100 % der Schicht Draht ab).
Der Rechner deckt die zwei häufigsten Nähte ab: Kehlnaht mit Querschnitt z²/2 (plus ~10 % Überhöhung) und 60°-V-Naht mit t²·tan30° plus Wurzelspaltfläche. Stahldichte 7.850 kg/m³ wird angenommen — Standard im Stahlbau.
Verfahrenswerte sind editierbar: MAG-Massivdraht ~3 kg/h bei 95 % Ausbringung, Fülldraht ~4 kg/h bei 85 %, E-Hand ~1,5 kg/h bei 65 % (Stummelverlust, Spritzer), WIG ~1 kg/h bei 98 %. Die Einschaltdauer ist die häufigste Fehlerquelle: 30 % ist ein realistischer Werkstattschnitt — Heften, Umspannen und Putzen fressen den Rest.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechnet man Schweißkosten?
Schweißgut = Querschnitt × Länge × Dichte. Zusatz = Schweißgut / Ausbringung. Lichtbogenzeit = Schweißgut / Abschmelzleistung. Arbeitszeit = Lichtbogenzeit / Einschaltdauer. Kosten = Zusatz × Preis + Zeit × Stundensatz. Dieser Rechner verkettet alles aus vier Eingaben.
Wie viel Draht verbraucht eine Kehlnaht?
Eine 5-mm-Kehlnaht in Stahl enthält ~0,108 kg Schweißgut pro Meter (mit 10 % Überhöhung). Bei 95 % MAG-Ausbringung sind das ~0,113 kg Draht pro Meter. Doppelter Schenkel = vierfacher Verbrauch — der Schenkel geht quadratisch ein.
Was ist eine realistische Einschaltdauer?
Manuelle Fertigung liegt bei 20–40 %; 30 % ist ein fairer Standard. Roboterzellen erreichen 70–90 %. Wer mit 100 % kalkuliert, verdreifacht scheinbar die Produktivität und ruiniert das Angebot.
Warum ist E-Hand beim Zusatz billig, aber insgesamt teuer?
Stabelektroden kosten wenig pro kg, aber die Ausbringung liegt bei ~65 % (Stummel, Schlacke, Spritzer) und die Abschmelzleistung ist niedrig — die Lohnstunden wachsen. Bei langen Nähten gewinnt MAG/Fülldraht fast immer.